PROF. CORINNA VON RAD

csm_Corinna_von_Rad_662db5f9abDie Regisseurin Corinna von Rad wurde 1971 in New York geboren und studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Götz Friedrich, wo sie 1995 ihren Abschluss machte.

Nach dem Studium arbeitete sie zwei Jahre als Regieassistentin und Regisseurin im Bereich Oper am Staatstheater Braunschweig. Außerdem verbindet sie eine enge künstlerische Beziehung zu dem Regisseur Christoph Marthaler, mit dem sie als Assistentin / Regiemitarbeiterin unter anderem bei den Salzburger Festspielen, an der Pariser Oper, dem Wiener Burgtheater und der Berliner Volksbühne zusammenarbeitete.

Seit 1999 arbeitet sie frei als Opern- und Schauspiel-Regisseurin, unter anderem an den Kammerspielen München, am Theater Meiningen (Mozart „Idomeneo“), am Neumarkt Theater Zürich (Fassbinder „Preparadise Sorry Now“), Theater Freiburg (Offenbach „Die schöne Helena“; Sciarrino „The Aspern Papers“), Theater Aachen (Offenbach „Hoffmanns Erzählungen“: Händel „Agrippina“), Residenztheater München (Albert Ostermaier „Es ist Zeit. Abriss“) und an der Staatsoper Berlin (Musiktheaterprojekt mit einem Quartett der Staatskapelle Berlin „Niemals Einschlafen“).

Ab 2002 war sie Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt (Horvath „Glaube, Liebe Hoffnung“; Shakespeare „Was Ihr wollt“; Brasch „Mercedes“; Purcell „König Arthur“), am Theater Neumarkt in Zürich (Projekt „Das Schönste, was ich je sah“) und am Nationaltheater Weimar (Shakespeare „Der Sturm“).

In den letzten Spielzeiten inszenierte Corinna von Rad unter anderem am Schauspielhaus Zürich (Kaurismäki „Das Leben der Boheme“; Hauff „Zwerg Nase“ – beides Musiktheaterprojekte mit Jürg Kienberger), am Theater Basel (Tschaikowsky „Eugen Onegin“; Tom Waits „Black Rider“; Musiktheaterprojekt „Hush, No More“; nach dem Roman von Christian Kracht „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“) sowie am Nationaltheater Weimar (Tschechow „Onkel Wanja“; Händel „Alcina“).

Mit dem Musikerensemble Franui entwickelte sie für die Kunstfestspiele Herrenhausen das Schumann-Projekt „Schau lange in den dunklen Himmel“, das vom Theater Basel koproduziert wurde und unter anderem in Wien, Hannover und beim Festival Märzmusik in den Berliner Sophiensälen gezeigt wurde.

2014/2015 war am Münchner Residenztheater mit großem Erfolg ihre Musiktheaterfassung von Homers „Odyssee“ für Kinder zu sehen.

2006 begann ihr Engagement im Bereich der Lehre mit verschiedenen Lehraufträgen und Workshops an der Hochschule für Musik Frankfurt im Bereich Schauspielregie und der Schauspielausbildung; außerdem im Bereich Dramaturgie, Werkanalyse, Konzeptarbeit für Opern, szenischer Unterricht von Gesangsstudenten sowie Betreuung verschiedener Opernprojekte u.a. an der Universität der Künste, Berlin.

2007-2009 hatte sie eine Gastprofessur im Fach Schauspielregie an der Hochschule für Musik Frankfurt. 2008/2009 übernahm sie gemeinsam mit Benedikt von Peter die Leitung des Studiengangs Schauspielregie.

Seit 2009 ist sie Gastprofessorin für Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und betreut dort den szenischen Unterricht und die Konzepte der Hauptfachstudenten.

Corinna von Rad lebt in Berlin. Kommende Spielzeit wird sie unter anderem am Nationaltheater Weimar sowie am Residenztheater München inszenieren.

 

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