Nora Krahl

Die Leidenschaft der in Berlin lebenden Regisseurin, Cellistin und Komponistin Nora Krahl gehört der zeitgenössischen Musik. Ihr breites Spektrum an Werken und Projekten ist gekennzeichnet von Interdisziplinarität und Grenzgängen.

Als Regisseurin beschäftigt sie sich sowohl mit eigenen Kompositionen als auch mit fremden zeitgenössischen Werken. Im Sommer 2019 hat sie ein Masterstudium Musiktheaterregie an der Hanns Eisler Hochschule für Musik Berlin aufgenommen. Im Rahmen dessen hat sie im Januar 2020 den 1. Akt von Bedřich Smetanas verkaufter Braut inszeniert. Frühere Werke sind Gölge Kağıt (Schatten Papier) für Cello, Papier, Elektronik und Performerin, dass sie 2018 in der Galerie Depo (Istanbul) und im Hamburger Bahnhof Berlin aufführte. 2016 premierte Nora Krahl ihr erstes Musiktheater Persona non Grata in NYC als Komponistin und Regisseurin.

Sie arbeitet als Komponistin im Bereich Instrumentalmusik, Theater, Musiktheater und Film. Ihre Kompositionen wurden im BKA Berlin, Hamburger Bahnhof Berlin und in der Villa Musica Mainz uraufgeführt. Nora Krahl arbeitete als Bühnenmusikerin mit Karin Beier am Schauspielhaus Köln und Hamburg. Weitere Produktionen als Komponistin führten sie an das Theater der neuen Welt Leipzig und die Columbia University NYC.

Als Cellistin konzertierte sie in ganz Europa, USA, dem Nahen Osten und Asien bei internationalen Festivals wie Märzmusik, Sacrum Profanum, GAS Festival, Sound live Tokio, Ruhrtriennale, Klangspuren Schwaz, Münchener Biennale, Bang on a Can Summer Festival oder dem Baghdad International Theater Festival. Sie spielte mit Ensembles wie dem Ensemble Resonanz, Reflexion K, The Octopus, Oper Lab, P.O.P., Rabiator, Zeitkratzer oder SHE SHE POP.

Ein besonderer Focus in ihrer Arbeit liegt zudem auf der akustischen und elektronischen Improvisation. Sie gründete The Octopus, ein Celloquartett für freie Improvisation und Rabiator, ein Duo für analog Elektronik mit dem Komponisten Felipe Waller. Nora Krahl tritt in wechselnden Formationen auf, mit Musikern wie Joëlle Léandre, Elliott Sharp, Jon Rose, Frank Gratkowski, Reinhold Friedl, Audrey Chen oder Oguz Büyükberber.
Nora Krahl erhielt zahlreiche Stipendien. So etwa des DAAD, Ensemble Modern, Allianz Kulturstiftung, des Berliner Senats, des Landes Niedersachsen oder der Paul Sacher Stiftung Basel. Sie erhielt mehrere Residenzen in Istanbul, gefördert durch die Kunststiftung NRW, die Tarabya-Residenz des Auswärtigen Amtes und des Goethe Instituts, in New York City gefördert durch die Landesregierung NRW und den Berliner Senat und die Montalvo Artist Residence in Kalifornien. Nora Krahl studierte Violoncello bei Prof. Alexander Hülshoff und Musikwissenschaften an der Folkwang Universität der Künste.

http://norakrahl.de/

 

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Foto: Martina Priessner